Bericht der PG „AREAL DREILÄNDERPUNKT“ (Herr Watterott, KG ERN)
Die Konstituierung fand mit ihrer Sitzung, am 12.07.2001 in Zittau statt. Es wurden zwischenzeitlich 5 weitere Sitzungen einberufen; am 16.08.2001 ; 27.09.2001 ; 28.02.2002 ; 16.04.2002 und am 04.09.2002.
Vorhabensbezogen wurde zusätzlich eine Begehung zur Aufstellung von Radwegeschildern und in angemessener Art und Weise die Eröffnung des Radrundweges ER1, am 21.10.2001 durchgeführt.
Bezüglich der Arbeitsziele und daraus resultierend der Inhalte der PG-Tätigkeit herrscht nach den ersten inhaltlichen Erörterungen einvernehmen:
- Das Areal Dreiländerpunkt stellt ein Alleinstellungsmerkmal der Region dar, dieses Potential ist touristisch zu nutzen!
- Naturräumlich bzw. aus der Lage heraus – Hochwassergebiet – sind Gestaltungen am unmittelbaren Punkt sehr schwer, so dass eine Alternative durch "Ausweichen in die Fläche" gesehen wurde. Dafür sind geeignete Verbindungen durch Wege notwendig.
- Begünstigt durch die zwischenzeitlich geöffneten Grenzübergänge Hrádek/Porajow – Porajow/Zittau und Hartau/Hrádek nad Nisou, ebenso entstandener Radwege im deutschen und tschechischen Raum bot sich die Ausgestaltung eines das Areal erschließenden Rundweges in einem ersten Schritt an. Dieser Weg ist überdies ein wichtiger Verbinder international bedeutender Radrouten (z. B Oder-Neiße-Weg in Nord- bzw. Rübezahlweg in Ost-West-Richtung).
- Das Areal ist durch verschiedenste Elemente weiter aufzuwerten, wobei als Grundsatz vereinbart wurde, jede Seite nach seinen Möglichkeiten, jedoch im gegenseitigen Einvernehmen.
Als Ergebnisse lassen sich heute benennen:
Planung / Realisierung des Rundweges ER 1
- Der Weg wurde bzgl. seines Verlaufs bestätigt, die dafür zu nutzende Beschilderung kreiert und realisiert.
- Die feierliche Eröffnung fand am 21.10.2001 im Beisein von
Herrn Marschall a. d. Waszkiewicz, Herrn Staatsminister Tillich und Herrn Vice-Heitmann Suchomel statt. Der Weg entstand durch die gemeinsame Deklarierung unserer Bürgermeister.
Weitere Gestaltungen und Projekte wurden vorgeschlagen:
1. Zittau
1.1 Fläche "Spitze" am Dammweg
die Gestaltung der Fläche erfolgt durch nachfolgende Elemente:
- mehrsprachige Infotafel
- im Oberlausitzer Stil gearbeiteter überdachter Rastplatz
- Bau eines Fernzielwegweisers
* in Anlehnung an Postsäule, jedoch Dreiecksgrundfläche * Anrainerwappen (national, regional, kommunal) * an der Spitze das euroregionale Logo transparent vergossen * darüber in passender Form EU-Logo * Einbindung des Logos des Städteverbundes * Entfernungsangaben * ca. 7 m hoch
1.2 Kreuz
1.3 ggf. Umgestaltung der ehemaligen Hausmülldeponie in Hartau zum Erlebnisbereich
2. Hradek
2.1 Fläche am Radweg (Dreiländerpunkt auf tschechischer Seite)
- die tschechische Fahne (auf dem tschechischen Gebiet) und Fahnenstange in der selben Größe wie auf dem deutschen und polnischen Gebiet
- Gestaltung der Umgebung – Naturpark in der an den ausgebauten Radwanderweg anliegenden Neißeaue,
- Ausbau von Rastmöglichkeiten – Überdachung, Sitzmöglichkeiten, Informationstafel, befestigte Fläche,
- Landkarte der weiteren Umgebung (Deutschland – Böhmen – Polen) mit der Einzeichnung des Dreiländerpunktes – es besteht die Möglichkeit eines Wegweiser zu platzieren mit Richtungsangaben z. B. nach Prag, ins Riesengebirge, ins Böhmische Paradies, nach Berlin usw.
- Informationspunkt mit einer plastischen Darstellung der Situation der Euroregion (des deutschen, tschechischen und polnischen Teiles) mit großen Wappen der Städte Hradek nad Nisou – Zittau – Bogatynia (d. h. der Städte des Städteverbundes) mit kleineren Stadtwappen der Neißeanlieger in der CR, Deutschland und Polen.
2.2 Ausbau und Festlegung einer Fläche für eine Anlegestelle während der Neißefahrten
2.3 Bepflanzung ausgewählter Flächen und Platzierung von Kunstwerken (Plastiken, Skulpturen – Holz, Stein). Die hier angeführten Vorhaben setzen die Bearbeitung einer Architekturstudie unter Beteiligung eines bildenden Künstlers und eines Landschaftsgestalters voraus. (Konzept für die Gestaltung des Dreiländerpunktes liegt vor)
2.4 Studie zu einem Freizeit- und Erholungskomplex Kristyna-Area–Gestaltungsentwürfe
3. Bogatynia
3.1 Projektarbeiten zur Errichtung von Rasthäuschen (Grill, Energie- und Wasseranschluss, Bänke, Toiletten) entlang der Rad- und Wanderwege im Gebiet der Stadt und Gemeinde Bogatynia; die Aufstellung soll im Frühjahr 2002 erfolge; eines dieser Häuschen soll am ER1 errichtet werden
3.2 Aufstellung von Informationstafeln zu den Radwegen der Region
3.3 Errichtung einer Lausitzer Säule (mit Informationen)
3.4 Spiel und Erholungsplatz für Kinder
3.5 Ausschreibung eines Wettbewerbes zur Entwicklung und Gestaltung des Areals "Dreiländerpunkt" Auf polnischer Seite konnte durch den fehlenden Ausbau der Radweg ER 1 immer noch nicht wie geplant als Rundweg in angemessenem Ausbauzustand geschlossen werden.
Für die nächsten Projektgruppensitzungen, die ab September wieder aufgenommen werden, sind vor Ort Besichtigungen vorgesehen, die den Fortschritt der Projekte verfolgen und vorantreiben sollen.
Zu den einzelnen Projekten wurden erste Überlegungen zu Kosten angestellt. Eine belastbare, realistische Größe konnte noch nicht gefunden werden.
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