Schlüsselprojekt zur Wirtschaftsentwicklung im Städteverbund: Grenzübergreifender Gewerbegebietsverbund
Die drei Städte wollen durch die abgestimmte Entwicklung und gemeinsame Vermarktung von Gewerbeflächen die speziellen Standortvorteile nutzen und eine abgestimmte Markterschließung sichern. Ein wesentliches Ziel besteht darin, zu einer Diversifikation der Wirtschaft im Raum beizutragen. Dementsprechend richtet sich das Angebot vor allem auch an Klein- und Mittelständische Unternehmen die in Nischenbereichen auch durch Vernetzung ihre Marktchancen erhöhen können. Die Überwindung noch bestehende Hemmnisse für die wirtschaftliche Entwicklung an der EU-Aussengrenze (z.B. Freizügigkeit für Kapital, Arbeit und Güter) ist dafür eine wesentliche Voraussetzung.
Gemeinsame Vereinbarung zur Verwirklichung des Gewerbegebietsverbundes im Dreiländereck
SWOT-Analyse für das „Kleine Dreieck“ und den umgebenden Wirtschaftsraum
Standortvorteile:
| Lagevorteile | - zentrale europäische Lage mit Direktzugang zu Polen, Tschechien und Deutschland - ein Einzugsgebiet als Absatz- und Arbeitsmarktpotential von 1,5 Mio. Menschen in der Euroregion „Neiße“, über 300 Mio. in MOE-Ländern - der Ballungsraum Liberec in unmittelbarer Nähe (ca. 20 km) |
| Wirtschaftliches Umfeld | - traditionell vergleichbare Branchenstrukturen als Kooperationsansatz – vor allem Erfahrungen im Maschinenbau, Kunststoff/ Chemie, Energieerzeugung, Sanierung und Rekultivierung von Bergbaufolgelandschaften und Industriebrachen, Textil - grenzüberschreitende Kontakte von Wirtschaftskammern und Unternehmen - vorhandene innovative grenzübergreifende Unternehmensnetzwerke (z.B. Oberflächenveredlung, Recyclingtechnik, Komponentenfertigung) - zukunftsträchtige Entwicklungspotentiale u.a. im Automobil-Bereich - Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal - vielfältige Klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) |
| Kostenvorteile | - höchste Förderpriorität - Ziel-1 Gebiet der EU, ab 1.1.2004 einheitlich zu beantragende EU-Programme (INTERREG) - bis zu 50 % subventionswerter Vorteil für Investitionen - niedriges Lohnniveau in Polen, Tschechien und Ostdeutschland im europäischen Vergleich - Preisvorteile bei Rohstoffen und Dienstleistungen, bei der Ver- und Entsorgung - niedrige Transportkosten für Unternehmen bei Eintritt in den Ostmarkt |
| Rechtssicherheit | Investitionen unter gesicherten rechtlichen Bedingungen |
| Know How | hohe Dichte und vorhandene Vernetzung von Hochschulen, Bildungs- , Forschungs- und Technologieeinrichtungen, wie - D - Hochschule Zittau/Görlitz, Internationales Hochschulinstitut Zittau - CZ - TU Liberec, Textilforschungsinstitut Liberec - PL - TU Wroclaw, Polytechnische Hochschule „Oskar Lange“ Wroclaw, Hochschule Jelenia Góra - Neiße-University (Studium in PL, CZ, D) reichhaltiges Studienangebot (jährlich ca. 1.000 Absolventen mit Regional- und Sprachkenntnissen) Zugang zu Forschungs- und Fertigungskapazitäten im Dreiländereck über Partner vor Ort mit dem Akademischen Koordinierungszentrum in der Euroregion Neisse existiert seit 1991 ein Forum zur Steuerung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit |
| Attraktives Umfeld | - politische Stabilität - Unverwechselbarkeit der Bauweise („Umgebindehäuser“) und hochwertige Architektur (beispielsweise in Zittau historischer Stadtkern mit Renaissance, neoklassizistischen und Jugendstilgebäuden), die u.a. auf das Wirken solcher Baumeister und Architekten wie Schinkel zurückgeht. - landschaftlich reizvolle Umgebung mit kurzer Erreichbarkeit von Zittauer, Iser-, Jeschken- und Riesengebirge |
| Verkehrsinfrastruktur | - grenzüberschreitende Kraftfahrstraße (autobahnergänzendes Netz) B 178 n mit Anschluss an das polnische Woiwodschaftsstraßennetz und das tschechische Schnellstraßennetz ab 2006 - grenzüberschreitende Bahnverbindung – D – CZ über polnisches Gebiet - Geschäftsflughäfen in Bautzen (D), Rothenburg (D) und Liberec (CZ) |
| Grenzübergang | Reduzierung von Warte- und Abfertigungszeiten |
Standortnachteile
- Noch-Randlage im Verhältnis zu den Wachstumszentren Deutschlands und Polens
- unvollständige Wertschöpfungsketten bei vorhandenen Wirtschaftsunternehmen
- ungenügend entwickelter Kapitalstock in den Unternehmen wie in der Region insgesamt
Charakteristik der Gewerbestandorte in den drei Städten
Leitbild der Wirtschaftsentwicklung des Städteverbundes
Entwicklung der Region zum trinationalen Bildungszentrum und Innovationsstandort
- des Maschinenbaus
- der Kunststoffindustrie
- der Textilindustrie
- von energetischen Stoffwandlungsprozessen
- der Baumaterialienherstellung in einer weitgehend geschlossenen Wertschöpfungskette
- der unternehmerischen Nutzung von Verfahren und Methoden zur Rekultivierung von Bergbaufolgelandschaften
Kompetenzprofil der Region des Städteverbundes
Das Kompetenzprofil der Region wird unter anderem die nachfolgende Unternehmen sowie verfügbares Arbeitskräftepotential geprägt:
Bogatynia
Elektrownia “Turów”
Firma Target
FAMAGA Sp. Zo. O. Zgorzelec
Koplania Wegla Brunatnego “Turów”
EGBUD – Sp. Zo.o.
Hrádek nad Nisou
Aktuelle Investoren - Thyssen-Ferrex Aluminium-Technik - Metzeler Automotive Hose Systems - Weitere Investoren im Gebiet Chrastava (15 km) – u.a. Elitex Crastava Liberec (20 km) ) – u.a. Vzduchotechnika (LVZ) Liberec Jablonec nad Nisou
Potentieller Investitionscharakter - Mittelschwere manuelle Arbeit - Hohes Potential an Frauen
Zittau
MBN GmbH
Weigel Zerspanungstechnik GmbH
Cloyes Europe GmbH
Technocoat GmbH
SSL Eibau
Küsters Maschinenfabrik
Finke Leichtmetallguß GmbH
RTT Systemtechnik GmbH
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